MANV-Übung 2026

MANV-Übung 2026, am 25.04.2026 startete die jährliche Großübung der Stadt Halle (Saale). Mit fast 1000 Teilnehmern ein nicht zu übersehendes Ereignis in der Stadt. 

In diesem Jahr war das angenommene Szenario die Kollision eines Güterzuges mit einem Personenzug. In Folge des Unfalls kam es auch zu einem Gefahrgutaustritt. Hunderte Kräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr, DB, Katastrophenschutz und Polizei waren im Einsatz.

Für uns als Fachdienst Betreuung war es diesmal eine erneute Herausforderung. Im letzten Jahr waren wir zur Übung rein als Versorgung für die Teilnehmer eingesetzt. In diesem Jahr hatten wir sowohl die Aufgabe der Mittagsversorgung als auch die aktive Teilnahme an der Übung als Einsatzabschnitt Betreuung.

Somit mussten wir uns personell taktisch neu aufstellen. Zur Unterstützung unserer Verpflegungsgruppe bekamen wir tatkräftige Hilfe seitens des Fachdienst Betreuung 1 Mansfeld Südharz und des Fachdienst Betreuung 1 Saalekreis. Mit beiden Einheiten verbindet uns schon lange eine tiefe Freundschaft und Zusammenarbeit. 

Mit voller Schaffenskraft und Elan zauberten die Helfer eine schöne Mittagsversorgung für die Teilnehmer der Übung und sorgten mit einer reibungslosen Ausgabe von Essen und Getränken für zufriedene Gesichter und volle Bäuche.

Im Einsatzabschnitt Betreuung unterstützen uns ebenfalls Helfer des Fachdienst Betreuung 1 Mansfeld Südharz. Erstmalig arbeiteten wir auch mit der Polizei/EA Betreuung zusammen. Diese Schnittstelle wurde zum ersten Mal in einem gemeinsamen Einsatzabschnitt zusammen beübt. Hinzu kam, das wir mit in der Betreuungsstelle der Polizei tätig waren und somit nicht direkt am Schadensort standen. Somit mussten die 105 unverletzt Betroffenen durch ein Team unserer Betreuung mit Unterstützung der Landesbereitschaftspolizei erst einmal vom Zug zu einer Sammelstelle und von dort mit Bussen in die Betreuungsstelle gebracht werden.

In der Betreuungsstelle wurden alle Betroffenen von uns registriert und dann an die Polizei in deren Bereich Betreuung weitergeleitet. Hier übte die Polizei ihre Maßnahmen wie Zeugenbefragung und Ermittlungsarbeit. Einige Betroffene wurden gleich in den Bereich der DB CARE Net erbracht. Die Mitarbeiter der DB CARE Net übten hier die Weiterleitung von gestrandeten Reisenden nach Schadenslagen.

Alle Betroffenen, die dann aus den Maßnahmen der Polizei und DB Care Net entlassen wurden, kamen dann wieder in unseren Betreuungsbereich und wurden von uns in Zusammenarbeit mit dem PSNV-Team betreut und mit Getränken versorgt.

Neu war für uns die Nutzung der IVENA MANV App. Hier bekam jeder Betroffene einen QR-Code, mit welchem das Alter und Geschlecht sowie die Sichtungskategorie, in unserem Fall weiss, erfasst wurde. Das Sytem bietet damit einen Echtzeitüberblick über die Anzahl der Verletzen und Betroffenen in der MANV-Lage. Die eingesetzten Helfer fanden das System sehr hilfreich, allerdings muss hier erst noch die entgültige Nutzungsfrage geklärt sowie entsprechende Endgeräte zur Verfügung gestellt werden. In der Übung nutzten wir nämlich alle unsere privaten Handys.

Zum Abschluss bleibt zu sagen, dass alle Kräfte im Einsatzabschitt Betreuung mit der gemeinsamen Zusammenarbeit zufrieden waren. Die Polizei zeigte sich im Anschluss sehr offen und dankbar die Möglichkeiten des Fachdienstes Betreuung kennengelernt zu haben. Für eine weitere enge Zusammenarbeit zeigten sich die Verantwortlichen sehr offen.

Allen zur MANV-Übung eingesetzen Kräften gilt unser Dank für ihre tolle Arbeit.

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